„AI should only be used for what it is“, schreibt Jaron Lanier in seinem Vorwort zu You, me and ChatGPT. Aber lässt sich aus einem technischen Verständnis dessen, was z.B. AI Companions sind, eindeutig ableiten, wie diese Progamme zu nutzen sind (oder nicht)?
KI-Systeme sind so komplex, dass ihre Funktionsweise und ihr Verhalten schwer zu verstehen sind. Meist entsteht erst durch den Gebrauch eine Vorstellung, wie eine solche Software funktionieren könnte, um so bspw. das Verhalten eines AI Companions erklären oder vorhersagen zu können. Dabei kann das „Mental Model“ – die Vorstellung, wie das KI-System funktioniert – stark abweichen von dem, wie das System tatsächlich aufgebaut ist.
Wenn Nutzer*innen komplexe, algorithmische Systeme nutzen, dann lassen sich u.a. zwei interessante Dinge beobachten:
Nutzer*innen sind also einer Software nicht ausschließlich ausgeliefert, auch wenn sie gegenüber den Betreiber*innen in einer tendenziell ohnmächtigen und unaufgeklärten Rolle sind.
Jaron Lanier, Amelia Tait: You, me and ChatGPT (The Observer, 2025)
Interessant finde ich dabei v.a. die Erfahrungsberichte. Der einleitende Text ist aber auch eine Meinung, über die es sich zu diskutieren lohnt.
1:
Dokumentiert min. drei Beispiele, die ihr interessant, berührend, „irgendwie bedeutungsvoll“, bezeichnend, kreativ o.ä. findet (also sowohl negativ als auch positiv): Wie leben Menschen mit ihren AI companions und companion robots, wofür nutzen sie sie, worüber sprechen sie, was für neue Praktiken entwickeln sie? Recherchiert dafür online (bspw. Reddit, YouTube, TikTok, usw.). Fertig jeweils einen Screenshot an, postet diesen auf Are.na und verlinkt die Quelle.
2:
Kommt mit Menschen ins Gespräch und tauscht euch aus. Sammelt auch hier min. 3 Beispiele, die ihr bedeutungsvoll findet. Schreibt sie auf und postet sie auf Are.na. (Wie kommt ihr ins Gespräch? Mit wem sprecht ihr? Freund*innen fragen, fremde Menschen ansprechen, Umfrage…?)
ACHTUNG: Keine AI-Productivity-Hacks sammeln! („Ich nutze ChatGPT um meine E-Mails zu schreiben“). Sondern, aus der Kursbeschreibung: „…werden diese Programme immer häufiger zu Gesprächspartner*innen im Alltag und zu Vertrauten in sehr persönlichen oder intimen Fragen – manchmal sogar zu (simulierten) Partner*innen.“