Was passiert, wenn wir unsere eigenen Gestaltungswerkzeuge herstellen und verwenden? Verändert sich dadurch, wie wir gestalten – und was wir gestalten? Können neue Arten des Arbeitens, neue Ästhetiken oder neue Inhalte entstehen?
Die Gestaltungswerkzeuge, mit denen wir zu tun haben, bringen eine Geschichte, Ideologien und spezifische Möglichkeiten und Grenzen mit sich. Woraus entwickeln wir unsere Werkzeuge? Welche Einschränkungen und welche Möglichkeitsräume haben unsere Werkzeuge? Und welche Haltungen machen sie möglich?
Haben unsere Tools Lust auf Überstunden? Kennen sie die Geschichten der Schriften, die wir verwenden? Sind sie damit zufrieden, immer nur auszuführen, oder wollen sie auch mal mitgestalten?
Darauf habe ich keine abschließende Antwort. Das gilt es herauszuarbeiten. Vielleicht bedeutet stranger bei dem einen Werkzeug etwas Politisches (wie oben beschrieben) und bei einem anderen Werkzeug oder Prozess, dass hier mit obskuren Verfahren oder Ästhetiken gearbeitet wird. Vielleicht sind Stranger Tools auch Fremde, denen wir interessiert begegnen; also Tools, die uns etwas über die Welt erzählen können.
Womöglich sind Stranger Tools auch einfach Werkzeuge, für die wir keine beschi****** Abo-Gebühren bezahlen müssen.
Dieser Text beginnt mit großen Fragen. Aber keine Angst: Wir wollen mit kleinen Werkzeugen arbeiten, um Spaß zu haben.
(1) Ein kleines Gestaltungswerkzeug (oder mehrere kleine)
(2) mit dem ihr selbst etwas gestaltet
Dabei kann sehr gerne in einem anderen Medium bzw. mit einem anderen Material gearbeitet werden (z.B. digitales Tool + Stricken). Hier ist bspw. eine gedruckte Publikation von Raphael Bastide, die auf jeder Seite einen kleinen programmierten „Pinsel“ zeigt.
Sehr gerne könnt ihr die Tools auch untereinader tauschen!
Ihr könnt frei entscheiden, ob euer Fokus auf dem Werkzeug, auf der Arbeit mit dem Werkzeug, oder auf beidem liegt.
Alles (denke ich)
Ja